Der ESV Lokomotive Pirna stellt die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft
21.02.2012 | Übersicht | Artikel drucken

- Christian Fitzek
An einem Samstagabend war ein bekanntes Gesicht des deutschen Handballs zu Gast in der Pirnaer Sonnenstein-Arena. Christian Fitzek – ehemaliger Handballnationalspieler, Bundesliga-Trainer und –Manager stattete dem ESV Lok Pirna einen Besuch ab. Über die Hintergründe standen er und Lok-Manager Uwe Heller in einem exklusiven Interview Rede und Antwort.
TR: Herr Fitzek, herzlich Willkommen in „Handball-Pirna“. Viele eingefleischte Handballfans haben sich gefragt: Was macht so ein bekanntes Gesicht wie Sie an einem Samstagabend in der Sonnenstein-Arena?
CF: Natürlich in aller erster Linie Handball schauen. Ich bin nicht das erste Mal in Pirna und es wird auch definitiv nicht das letzte Mal sein.
TR: Das klingt sehr interessant. Sie sind in jeglicher Hinsicht ein erfahrener Hase in Sachen Handball. Spieler, Trainer und Manager in der stärksten Liga der Welt. In den letzten Jahren waren Sie beim amtierenden deutschen Meister, dem HSV Hamburg tätig, um nur mal eine wichtige Station zu nennen. Welche Gründe führen Sie noch nach Pirna?
CF: Viele Pirnaer Handballfans können sich bestimmt noch an das tolle Spiel ihrer Lok gegen den HSV Hamburg im Sommer 2010 erinnern. Mit Uwe Heller hat sich damals ein Kontakt entwickelt, der bis dato nie abgebrochen ist. Im Laufe der Zeit hat sich da etwas heraus kristallisiert.
TR: Herr Heller, was genau hat sich von dieser Begegnung mit Christian Fitzek entwickelt?
UH: Wie Christian schon sagte, riss der Kontakt nie ab. Und wir freuen uns, jetzt auch offiziell verkünden zu können, dass Christian die ESV Lokomotive Pirna Handball GmbH seit dem 01.02.2012 mit seiner geballten Erfahrung sowohl im sportlichen, als auch im wirtschaftlichen Sinne unterstützen wird. In den letzten Jahren hat sich der Handballsport in Pirna ständig weiter entwickelt. Nicht zuletzt mit der Gründung der Spielbetriebs GmbH im vergangenen Jahr kommen neue und interessante Aufgaben auf uns zu. Auch in diesem Hinblick sind wir froh, mit Christian und seiner Firma viel Erfahrung auf unserer Seite zu wissen.
TR: Herr Fitzek, welche Attribute können Sie mit Ihrer Firma 2 PROFIT bei dieser Kooperation besonders in die Waagschale werfen?
CF: Pirna hat sich in den letzten Jahren auf der Handballbühne weiter entwickelt. Zunächst gilt es zu eruieren, welche kurzfristigen und langfristigen Ziele wir haben und wie und mit wem wir diese Ziele angehen wollen. Durch mein Wirken als Manager in den vergangenen Jahren weiß ich, welche Gesetzmäßigkeiten in diesem Geschäft herrschen. Es gilt, die sportlichen und wirtschaftlichen Ziele in Einklang zu bringen, Kräfte zu bündeln, sowie neue Möglichkeiten und Synergien zu schaffen. Ich denke, mit meinen Erfahrungen kann ich helfen, dies zu erreichen.
TR: Mit dieser Zusammenarbeit hat sich der ESV einen Mann mit einem breiten Spektrum an Wissen und Erfahrung ins Boot geholt. Wohin soll der Weg in Zukunft gehen?
UH: Unser Weg soll uns unzweifelhaft in die 2. Liga führen. Wichtig ist dabei aber auch, die wirtschaftlichen und logistischen Voraussetzungen zu schaffen. Da haben wir noch einen weiten Weg vor uns. Nicht zuletzt aus diesen Gründen haben wir uns für eine Zusammenarbeit mit Christian Fitzek entschieden, um seinen unglaublichen Erfahrungsschatz zu nutzen. Wichtig ist es dabei vor allem, die Aufgaben in Ruhe anzugehen und eine Mannschaft zu formen, die dann auch in der 2. Liga bestehen kann. Niemandem ist geholfen, wenn wir nur den kurzfristigen Erfolg anstreben und gleich wieder absteigen würden.
TR: Dann hoffen wir gemeinsam auf eine erfolgreiche Zukunft des Handballsports in Pirna. Vielen Dank für das Gespräch.
Das Gespräch führte Tom Reiche.
Zur Person:
Christian Fitzek
Geboren am 08.02.1961, verheiratet, 3 Kinder
1979-1994 Handballprofi, u.a. beim VfL Gummersbach
3x deutscher Meister, 2x deutscher Pokalsieger, 1x Gewinner des Europapokals der Landesmeister (jeweils mit dem VfL Gummersbach)
112 Nationalmannschaftseinsätze
1994-1996 und 2004-2005 Co-Trainer
1996-2004 und 2005 Chef-Trainer, u.a. beim HSV Hamburg
2005-2011 sportlicher Leiter beim HSV Hamburg
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