Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge stimmte dem 2. Entwurf der Fortschreibung des Schulnetzplanes – Planteil Berufsbildende Schulen – nicht zu
25.04.2012 | Artikel drucken
Freistaat prüft erneut Auswirkungen auf Umwelt in Sachsen
Durch die Landeshauptstadt Dresden wurde der 2. Entwurf der Fortschreibung des Schulnetzplanes zur Abstimmung an den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge übergeben. Im Rahmen dieses wichtigen Abstimmungsprozesses gab der Landkreis zum zweiten Mal seine Stellungnahme ab.
Die demografische Entwicklung wirkt sich auf alle Berufsbildenden Schulen (BSZ) aus. Dabei ist festzustellen, dass sich der Rückgang der Schülerzahlen auf die BSZ des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge erheblicher auswirkt als auf die BSZ der Stadt Dresden.
Die jetzt anstehende Fortschreibung des Schulnetzplanes für die Berufsbildenden Schulen der Landeshauptstadt Dresden sollte deshalb genutzt werden, um Alleinstellungsmerkmale für bestimmte Berufsfelder zu schaffen. Ziel muss es dabei sein, die Klassenbildungen sowohl in den BSZ des Landkreises als auch in den BSZ der Landeshauptstadt zu stabilisieren. Dabei sollten städtische und überregionale Interessen in Einklang gebracht werden.
Im 1. Entwurf der Fortschreibung – Planteil Berufsbildende Schulen - der Landeshauptstadt Dresden waren Ansätze zur Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen und die damit verbundenen Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der Landeshauptstadt ersichtlich.
Im vorliegenden 2. Entwurf der Fortschreibung ist eine gewollte Zusammenarbeit mit dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge nicht mehr erkennbar. Die Landeshauptstadt Dresden geht davon aus, die Ausbildung für alle bestehenden Berufsfelder in Dresden zu sichern. Das bedeutet, dass die intensiven Gespräche der letzten zwei Jahre und die dabei erreichten praktikablen Ansätze in der Fortschreibung negiert wurden.
Für den Landkreis und seine Berufsschulen gilt weiterhin, intensiv um jeden Auszubildenden zu kämpfen und das ortsnahe Lernen wieder in den Vordergrund zu rücken.
Der Erhalt der Berufsfelder an den BSZ im Landkreis ist ein wichtiger Standortfaktor für die mittelständische Wirtschaft und ein wichtiges Thema im Zusammenhang mit der Berufsorientierung für die Schülerinnen und Schüler.
Quelle: Pressestelle Landratsamt



